DAC 6 Umsetzungsgesetz (Lux)
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Lesefassungen von Gesetzen

– Unverbindliche Übersetzung des Luxemburger Gesetzestext (MÉMORIAL A, N° 192 du 26 mars 2020) –

Kapitel 1 Definitionen (Artikel 1)

Artikel 1

Für die Zwecke dieses Gesetzes gelten die folgenden Definitionen:

Luxemburger Gesetzestext
Aux fins de la présente loi, on entend par :

1. "Grenzüberschreitende Gestaltung" ist eine Gestaltung, die mehrere Mitgliedstaaten oder einen Mitgliedstaat und ein Drittland betrifft, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:

  1. nicht alle Beteiligten an der Gestaltung sind für Steuerzwecke in demselben Hoheitsgebiet ansässig;
  2. einer oder mehrere der an der Gestaltung Beteiligten sind in mehreren Hoheitsgebieten für Steuerzwecke ansässig;
  3. einer oder mehrere der an der Gestaltung Beteiligten üben in einem anderen Hoheitsgebiet über eine dort gelegene Betriebsstätte eine Geschäftstätigkeit aus, und die Gestaltung stellt teilweise oder ganz die durch die Betriebsstätte ausgeübte Geschäftstätigkeit dar;
  4. einer oder mehrere der an der Gestaltung Beteiligten üben in einem anderen Hoheitsgebiet eine Tätigkeit aus, ohne dort steuerlich ansässig zu sein oder eine Betriebsstätte zu begründen;
  5. eine solche Gestaltung hat möglicherweise Auswirkungen auf den automatischen Informationsaustausch oder die Identifizierung der wirtschaftlichen Eigentümer.

Eine Gestaltung ist auch als eine Reihe von Gestaltungen zu verstehen. Eine Gestaltung kann aus mehreren Schritten oder Teilen bestehen;

Luxemburger Gesetzestext

1° « dispositif transfrontière » : un dispositif concernant plusieurs États membres ou un État membre et unpays tiers si l’une au moins des conditions suivantes est remplie :

  1. tous les participants au dispositif ne sont pas résidents à des fins fiscales dans la même juridiction ;
  2. un ou plusieurs des participants au dispositif sont résidents à des fins fiscales dans plusieursjuridictions simultanément ;
  3. un ou plusieurs des participants au dispositif exercent une activité dans une autre juridiction parl’intermédiaire d’un établissement stable situé dans cette juridiction, le dispositif constituant une partieou la totalité de l’activité de cet établissement stable ;
  4. un ou plusieurs des participants au dispositif exercent une activité dans une autre juridiction sans êtrerésidents à des fins fiscales ni créer d’établissement stable dans cette juridiction ;
  5. un tel dispositif peut avoir des conséquences sur l’échange automatique d’informations ou sur l’identification des bénéficiaires effectifs.

On entend également par dispositif une série de dispositifs. Un dispositif peut comporter plusieurs étapes ou parties ;

2. "Grenzüberschreitende meldepflichtige Gestaltung" ist jede grenzüberschreitende Gestaltung, die eine oder mehrere der in Artikel 1 des geänderten Gesetzes vom 29. März 2013 über die Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden im Bereich der Besteuerung genannten Arten von Gebühren und Steuern zum Gegenstand hat und mindestens einen der im Anhang aufgeführten Kennzeichen enthält;

Luxemburger Gesetzestext

2° « dispositif transfrontière devant faire l’objet d’une déclaration »: tout dispositif transfrontière ayant pour objet un ou plusieurs types de taxes et impôts visés à l’article 1er de la loi modifiée du 29 mars 2013 relative à la coopération administrative dans le domaine fiscal et comportant au moins l’un des marqueurs figurant à l’annexe ;

3. "Kennzeichen" ist ein Merkmal oder eine Eigenschaft einer grenzüberschreitenden Gestaltung, die auf ein potenzielles Risiko der Steuerumgehung gemäß Anhang I dieser Richtlinie hinweist.

Luxemburger Gesetzestext

3° « marqueur »: une caractéristique ou particularité d’un dispositif transfrontière qui indique un risque potentiel d’évasion fiscale, comme recensée à l’annexe ;

4. "Vermittler" ist jede Person, die eine meldepflichtige grenzüberschreitende Gestaltung entwirft, vermarktet oder arrangiert, zum Zweck der Umsetzung zur Verfügung stellt oder die Umsetzung verwaltet.

Sie umfasst auch jede Person, die unter Berücksichtigung der relevanten Fakten und Umstände und auf der Grundlage der verfügbaren Informationen und des relevanten Fachwissens und Verständnisses, die zur Bereitstellung solcher Dienste erforderlich sind, weiß oder vernünftigerweise wissen konnte, dass sie sich verpflichtet hat, direkt oder über andere Personen Hilfe, Unterstützung oder Beratung in Bezug auf die Gestaltung, Vermarktung oder Organisation einer meldepflichtigen grenzüberschreitenden Gestaltung oder in Bezug auf dessen Verfügbarkeit für die Umsetzung oder die Verwaltung der Umsetzung zu leisten. Jede Person hat das Recht, den Nachweis zu erbringen, dass sie nicht wusste und vernünftigerweise nicht wissen konnte, dass sie an einer meldepflichtigen grenzüberschreitenden Gestaltung beteiligt war. Zu diesem Zweck kann sich diese Person auf alle relevanten Tatsachen und Umstände sowie auf verfügbare Informationen und auf ihr Fachwissen und ihr Verständnis verlassen.

Um ein Vermittler zu sein, muss eine Person mindestens eine der folgenden zusätzlichen Bedingungen erfüllen:

  1. in einem Mitgliedstaat für Steuerzwecke ansässig sein;
  2. eine ständige Niederlassung in einem Mitgliedstaat haben, über die Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gestaltung erbracht werden;
  3. in einem Mitgliedstaat gegründet sein oder dem Recht eines Mitgliedstaats unterliegen;
  4. bei einem Berufsverband im Zusammenhang mit Rechts-, Steuer- oder Beratungsdienstleistungen in einem Mitgliedstaat registriert sein;
Luxemburger Gesetzestext

4° « intermédiaire »: toute personne qui conçoit, commercialise ou organise un dispositif transfrontière devant faire l’objet d’une déclaration, le met à disposition aux fins de sa mise en œuvre ou en gère la mise en œuvre.

On entend également par ce terme toute personne qui, compte tenu des faits et circonstances pertinents et sur la base des informations disponibles ainsi que de l’expertise en la matière et de la compréhension qui sont nécessaires pour fournir de tels services, sait ou pourrait raisonnablement être censée savoir qu’elle s’est engagée à fournir, directement ou par l’intermédiaire d’autres personnes, une aide, une assistance ou des conseils concernant la conception, la commercialisation ou l’organisation d’un dispositif transfrontière devant faire l’objet d’une déclaration, ou concernant sa mise à disposition aux fins de mise en œuvre ou la gestion de sa mise en œuvre. Toute personne a le droit de fournir des éléments prouvant qu’elle ne savait pas et ne pouvait pas raisonnablement être censée savoir qu’elle participait à un dispositif transfrontière devant faire l’objet d’une déclaration. À cette fin, cette personne peut invoquer tous les faits et circonstances pertinents ainsi que les informations disponibles et son expertise et sa compréhension en la matière.

Pour être un intermédiaire, une personne répond à l’une au moins des conditions supplémentairessuivantes :

  1. être résidente dans un État membre à des fins fiscales ;
  2. posséder dans un État membre un établissement stable par le biais duquel sont fournis les servicesconcernant le dispositif ;
  3. être constituée dans un État membre ou régie par le droit d’un État membre ;
  4. être enregistrée auprès d’une association professionnelle en rapport avec des services juridiques,fiscaux ou de conseil dans un État membre ;

5. "relevanter Steuerpflichtiger" ist jede Person, der eine meldepflichtige grenzüberschreitende Gestaltung zur Umsetzung zur Verfügung gestellt wird oder die bereit ist, eine meldepflichtige grenzüberschreitende Gestaltung umzusetzen, oder die den ersten Schritt einer meldepflichtigen grenzüberschreitenden Gestaltung umgesetzt hat;

Luxemburger Gesetzestext

5° « contribuable concerné » : toute personne à qui un dispositif transfrontière devant faire l’objet d’unedéclaration est mis à disposition aux fins de sa mise en œuvre, ou qui est disposée à mettre en œuvreun dispositif transfrontière devant faire l’objet d’une déclaration, ou qui a mis en œuvre la première étaped’un tel dispositif ;

6. "Finanzkonto": ein Finanzkonto im Sinne des geänderten Gesetzes vom 18. Dezember 2015 bezüglich des Common Reporting Standard (CRD) ;

Luxemburger Gesetzestext

6° « compte financier » : un compte financier au sens de la loi modifiée du 18 décembre 2015 relative à laNorme commune de déclaration (NCD) ;

7. "verbundenes Unternehmen" bedeutet eine Person, die mit einer anderen Person auf mindestens eine der folgenden Arten verbunden ist:

  1. eine Person ist an der Leitung einer anderen Person beteiligt, wenn diese Person in der Lage ist, erheblichen Einfluss auf die andere Person auszuüben;
  2. eine Person an der Kontrolle einer anderen Person durch eine Beteiligung beteiligt ist, die 25 % der Stimmrechte überschreitet;
  3. eine Person am Kapital einer anderen Person durch eine Beteiligung beteiligt ist, die direkt oder indirekt 25 % des Kapitals übersteigt;
  4. eine Person hat Anspruch auf 25 % oder mehr der Gewinne einer anderen Person.

Sind mehrere Personen im Sinne der Buchstaben a) bis d) an der Leitung, Kontrolle, am Kapital oder an den Gewinnen derselben Person beteiligt, werden alle betroffenen Personen als verbundene Unternehmen behandelt.

Sind dieselben Personen gemäß den Buchstaben a) bis d) an der Leitung, der Kontrolle, dem Kapital oder den Gewinnen von zwei oder mehr Personen beteiligt, werden alle betroffenen Personen als verbundene Unternehmen behandelt.

Für die Zwecke dieses Buchstabens gilt eine Person, die mit einer anderen Person in Bezug auf Stimmrechte oder Kapitalbeteiligungen an einem Unternehmen handelt, als an allen Stimmrechten oder Kapitalbeteiligungen an diesem Unternehmen beteiligt, die von der anderen Person gehalten werden.

Im Falle indirekter Beteiligungen wird die Einhaltung der unter Buchstabe c) genannten Kriterien durch die sukzessive Multiplikation der Beteiligungssätze auf den verschiedenen Ebenen ermittelt. Eine Person, die mehr als 50 % der Stimmrechte hält, gilt als Inhaber von 100 % dieser Rechte.

Eine natürliche Person, ihr Ehegatte und ihre direkten Vor- oder Nachfahren werden als ein und dieselbe Person betrachtet;

Luxemburger Gesetzestext

7° « entreprise associée » : une personne qui est liée à une autre personne de l’une au moins des façonssuivantes :

  1. une personne participe à la gestion d’une autre personne lorsqu’elle est en mesure d’exercer uneinfluence notable sur l’autre personne ;
  2. une personne participe au contrôle d’une autre personne au moyen d’une participation qui dépasse25 pour cent des droits de vote ;
  3. une personne participe au capital d’une autre personne au moyen d’un droit de propriété qui,directement ou indirectement, dépasse 25 pour cent du capital ;
  4. une personne a droit à 25 pour cent ou plus des bénéfices d’une autre personne.

Si plusieurs personnes participent, comme indiqué aux lettres a) à d), à la gestion, au contrôle, aucapital ou aux bénéfices d’une même personne, toutes les personnes concernées sont assimilées à desentreprises associées.

Si les mêmes personnes participent, comme indiqué aux lettres a) à d), à la gestion, au contrôle, aucapital ou aux bénéfices de plusieurs personnes, toutes les personnes concernées sont assimilées àdes entreprises associées

Aux fins du présent point, une personne qui agit avec une autre personne en ce qui concerne les droitsde vote ou la détention de parts de capital d’une entité est considérée comme détenant une participationdans l’ensemble des droits de vote ou des parts de capital de ladite entité détenus par l’autre personne.

En ce qui concerne les participations indirectes, le respect des critères énoncés à la lettre c) est déterminéenmultipliantlestauxdedétentionsuccessivementauxdifférentsniveaux.Unepersonnedétenantplusde 50 pour cent des droits de vote est réputée détenir 100 pour cent de ces droits.

Une personne physique, son conjoint et ses ascendants ou descendants directs sont considérés commeune seule et unique personne ;

8. "Mitgliedstaat" ist ein Mitgliedstaat der Europäischen Union ;

Luxemburger Gesetzestext

8° « État membre » : un État membre de l’Union européenne ;

9. "Marktfähige Gestaltung" ist eine grenzüberschreitendes Gestaltung, die ohne wesentliche Anpassung entwickelt, vermarktet, umsetzungsbereit oder zur Umsetzung bereitgestellt wird;

Luxemburger Gesetzestext

9° « dispositif commercialisable » : un dispositif transfrontière qui est conçu, commercialisé, prêt à être misen œuvre, ou mis à disposition aux fins de sa mise en œuvre, sans avoir besoin d’être adapté de façonimportante ;

10. "Person" ist eine Person im Sinne des geänderten Gesetzes vom 29. März 2013 über die Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden auf dem Gebiet der Besteuerung.

Luxemburger Gesetzestext

10° « personne » : une personne au sens de la loi modifiée du 29 mars 2013 relative à la coopération administrative dans le domaine fiscal.

Kapitel 2 Übermittlungspflichten und Modalitäten der Übermittlung von Informationen im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Vereinbarungen (Artikel 2 bis 13)

Artikel 2

(1) Die Vermittler sind verpflichtet, der Steuerverwaltung (Administration des contributions directes – ACD) die ihnen bekannten, in ihrem Besitz befindlichen oder von ihnen kontrollierten Informationen gemäß Artikel 10 über die meldepflichtigen grenzüberschreitenden Gestaltungen innerhalb einer Frist von dreißig Tagen beginnend:

  1. am Tag nach der Bereitstellung der meldepflichtigen grenzüberschreitenden Gestaltung für die Umsetzung; oder
  2. am Tag nach dem Tag, an dem die zu meldende grenzüberschreitende Gestaltung für die Umsetzung bereit ist; oder
  3. wenn der erste Schritt der Umsetzung der zu meldenden grenzüberschreitenden Gestaltung abgeschlossen ist,

je nachdem, welcher Zeitpunkt früher eintritt.

Ungeachtet des ersten Unterabsatzes sind die in Artikel 1 Absatz 4 Unterabsatz 2 genannten Vermittler auch verpflichtet Informationen innerhalb von 30 Tagen ab dem Tag, der auf den Tag folgt, an dem sie direkt oder über andere Personen Hilfe, Unterstützung oder Beratung geleistet haben, zu übermitteln.

Luxemburger Gesetzestext

(1) Les intermédiaires sont tenus de transmettre à l’Administration des contributions directes les informationsvisées à l’article 10 dont ils ont connaissance, qu’ils possèdent ou qu’ils contrôlent concernant les dispositifstransfrontières devant faire l’objet d’une déclaration dans un délai de trente jours, commençant :

  1. le lendemain de la mise à disposition aux fins de mise en œuvre du dispositif transfrontière devant fairel’objet d’une déclaration ; ou
  2. le lendemain du jour où le dispositif transfrontière devant faire l’objet d’une déclaration est prêt à être misen œuvre ; ou
  3. lorsque la première étape de la mise en œuvre du dispositif transfrontière devant faire l’objet d’unedéclaration a été accomplie,

la date intervenant le plus tôt étant retenue.

Nonobstant l’alinéa 1er, les intermédiaires visés à l’article 1er, point 4, alinéa 2, sont également tenus detransmettre des informations dans un délai de trente jours commençant le lendemain du jour où ils ont fourni,directement ou par l’intermédiaire d’autres personnes, une aide, une assistance ou des conseils.

(2) Bei marktgängigen Gestaltungen müssen die Vermittler alle drei Monate einen Bericht erstellen, der eine Aktualisierung mit den neuen Informationen der Erklärung nach Artikel 10 Buchstaben a), d), g) und h) enthält, die seit der Übermittlung des letzten Berichts verfügbar geworden sind.

Luxemburger Gesetzestext

(2) Dans le cas de dispositifs commercialisables, les intermédiaires sont tenus d’établir tous les trois mois unrapport fournissant une mise à jour contenant les nouvelles informations devant faire l’objet d’une déclarationvisées à l’article 10, lettres a), d), g) et h), qui sont devenues disponibles depuis la transmission du dernierrapport.

(3) Für die Zwecke von Absatz 1 ist der Vermittler verpflichtet, Informationen über grenzüberschreitende Gestaltungen zu übermitteln, die dem ADC gemeldet werden müssen, wenn das Großherzogtum Luxemburg der Mitgliedstaat ist, der in der nachstehenden Liste an erster Stelle steht:

  1. der Mitgliedstaat, in dem der Vermittler für Steuerzwecke ansässig ist;
  2. der Mitgliedstaat, in dem der Vermittler eine ständige Niederlassung hat, über die die Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gestaltung erbracht werden;
  3. der Mitgliedstaat, in dem der Vermittler eingetragen ist oder dessen Recht er unterliegt;
  4. der Mitgliedstaat, in dem der Vermittler bei einem Berufsverband im Zusammenhang mit Rechts-, Steuer- oder Beratungsdienstleistungen registriert ist.
Luxemburger Gesetzestext

(3) Aux fins du paragraphe 1er, l’intermédiaire a l’obligation de transmettre des informations concernant desdispositifs transfrontières devant faire l’objet d’une déclaration à l’Administration des contributions directeslorsque le Grand-Duché de Luxembourg est l’État membre qui occupe la première place dans la liste ci-après :

  1. l’État membre dans lequel l’intermédiaire est résident à des fins fiscales ;
  2. l’État membre dans lequel l’intermédiaire possède un établissement stable par l’intermédiaire duquel lesservices concernant le dispositif sont fournis ;
  3. l’État membre dans lequel l’intermédiaire est constitué ou par le droit duquel il est régi ;
  4. l’État membre dans lequel l’intermédiaire est enregistré auprès d’une association professionnelle enrapport avec des services juridiques, fiscaux ou de conseil.

(4) Wenn nach Absatz 3 eine Verpflichtung zur Abgabe mehrerer Erklärungen besteht, ist der Vermittler von der Übermittlung der Informationen befreit, wenn er nachweisen kann, dass die gleichen Informationen in einem anderen Mitgliedstaat übermittelt wurden.

Luxemburger Gesetzestext

(4) Lorsque, en application du paragraphe 3, il existe une obligation de déclaration multiple, l’intermédiaireest dispensé de la transmission des informations s’il peut prouver que ces mêmes informations ont ététransmises dans un autre État membre.

Artikel 3

(1) Abweichend von Artikel 2 und 5 sind Vermittler, die Artikel 35 des geänderten Gesetzes vom 10. August 1991 über den Anwaltsberuf, Artikel 6 Absatz 1 des geänderten Gesetzes vom 10. Juni 1999 über die Organisation des Berufs des Wirtschaftsprüfers oder Artikel 28 Absatz 1 des geänderten Gesetzes vom 23. Juli 2016 über den Beruf des Abschlussprüfers unterliegen, nicht verpflichtet, die in Artikel 10 genannten Informationen zu übermitteln, von denen sie Kenntnis, Besitz oder Kontrolle über meldepflichtige grenzüberschreitende Vereinbarungen haben.

Abweichend von Absatz 1 gelten die in den Artikeln 2 und 5 genannten Bestimmungen jedoch weiterhin für die in Absatz 1 genannten Vermittler, die außerhalb der für die Ausübung ihres Berufs geltenden Grenzen handeln.

Luxemburger Gesetzestext

(1) Par dérogation aux articles 2 et 5, les intermédiaires qui sont soumis à l’article 35 de la loi modifiée du10 août 1991 sur la profession d’avocat, à l’article 6, alinéa 1er, de la loi modifiée du 10 juin 1999 portantorganisation de la profession d’expert-comptable ou à l’article 28, paragraphe 1er, de la loi modifiée du 23juillet 2016 relative à la profession de l’audit ne sont pas tenus de transmettre les informations visées à l’article10 dont ils ont connaissance, qu’ils possèdent ou qu’ils contrôlent concernant les dispositifs transfrontièresdevant faire l’objet d’une déclaration.

Par dérogation à l’alinéa 1er, les dispositions visées aux articles 2 et 5 restent toutefois applicables auxintermédiaires visés à l’alinéa 1er qui agissent en dehors des limites applicables à l’exercice de leur profession.

(2) Ist Absatz 1 Unterabsatz 1 anwendbar, so ist dieser Vermittler verpflichtet, spätestens innerhalb von zehn Tagen nach dem in Artikel 2 Absatz 1 Buchstaben a, b oder c genannten Datum, je nachdem, welcher Zeitpunkt früher liegt, jeden anderen Vermittler und, falls es keinen Vermittler gibt, auf den Absatz 1 Unterabsatz 1 nicht anwendbar ist, den betreffenden Steuerpflichtigen über seine Meldepflichten nach diesem Gesetz zu unterrichten.

In Fällen, in denen der Vermittler nach Absatz 1 verpflichtet ist, den betroffenen Steuerpflichtigen über die ihm nach diesem Gesetz obliegenden Meldepflichten zu informieren, stellt der Vermittler dem betroffenen Steuerpflichtigen gegebenenfalls die zur Erfüllung der Erklärungspflicht nach Artikel 4 erforderlichen Informationen zur Verfügung.

Luxemburger Gesetzestext

(2) Dans les cas où le paragraphe 1er, alinéa 1er,estapplicable,cetintermédiaireesttenudenotifier,auplus tard dans un délai de dix jours commençant à la date visée à l’article 2, paragraphe 1er, lettres a),b) ou c), la date qui intervient le plus tôt étant retenue, à tout autre intermédiaire, et en l’absence d’unintermédiaire auquel le paragraphe 1er, alinéa 1er, ne s’applique pas, au contribuable concerné, les obligationsde déclaration qui leur incombent en vertu de la présente loi.

Dans les cas où l’intermédiaire est tenu en vertu de l’alinéa 1er de notifier au contribuable concerné lesobligations de déclaration qui incombent à celui-ci en vertu de la présente loi, cet intermédiaire met à disposition du contribuable concerné, le cas échéant, les informations nécessaires au respect de l’obligationde déclaration visée à l’article 4.

Artikel 4

(1) Ist kein Vermittler vorhanden oder gilt die in Artikel 3 Absatz 1 Unterabsatz 1 genannte Ausnahme und gibt es keinen anderen Vermittler der den Meldepflichten nach den Artikeln 2 und 5 unterliegt, so liegt die Verpflichtung zur Übermittlung von Informationen über eine meldepflichtige grenzüberschreitende Gestaltung in der Verantwortung des betreffenden Steuerpflichtigen.

Luxemburger Gesetzestext

(1) Lorsqu’il n’existe pas d’intermédiaire, ou en cas d’applicabilité de la dispense visée à l’article 3,paragraphe 1er, alinéa 1er, et qu’il n’existe pas d’autre intermédiaire à qui incombent les obligationsde déclaration visées aux articles 2 et 5, l’obligation de transmettre des informations sur un dispositiftransfrontière devant faire l’objet d’une déclaration relève de la responsabilité du contribuable concerné.

(2) Der betreffende meldepflichtige Steuerpflichtige übermittelt die in Artikel 10 genannten Informationen innerhalb von 30 Tagen, beginnend mit dem Tag, der auf den Tag folgt, an dem die zu meldende grenzüberschreitende Gestaltung für die Umsetzung durch den betreffenden Steuerpflichtigen zur Verfügung gestellt wird oder sie für die Umsetzung durch den betreffenden Steuerpflichtigen bereit ist, oder wenn der erste Schritt ihrer Umsetzung in Bezug auf den betreffenden Steuerpflichtigen abgeschlossen ist, je nachdem, welcher Zeitpunkt früher liegt.

Luxemburger Gesetzestext

(2) Le contribuable concerné à qui incombe l’obligation de déclaration transmet les informations visées àl’article 10 dans un délai de trente jours, commençant le lendemain du jour où le dispositif transfrontièredevant faire l’objet d’une déclaration est mis à la disposition du contribuable concerné aux fins de mise enœuvre, ou est prêt à être mis en œuvre par le contribuable concerné, ou lorsque la première étape de samise en œuvre est accomplie en ce qui concerne le contribuable concerné, la date intervenant le plus tôtétant retenue.

(3) Für die Zwecke des Absatzes 1 ist der betreffende Steuerpflichtige verpflichtet, der ACD Informationen über die zu erklärende grenzüberschreitende Vereinbarung zu übermitteln, wenn das Großherzogtum Luxemburg der Mitgliedstaat ist, der in der nachstehenden Liste an erster Stelle steht:

  1. der Mitgliedstaat, in dem der betreffende Steuerpflichtige steuerlich ansässig ist;
  2. der Mitgliedstaat, in dem der betreffende Steuerpflichtige eine Betriebsstätte hat, die von der Gestaltung profitiert;
  3. der Mitgliedstaat, in dem der betreffende Steuerpflichtige Einkünfte erzielt oder einen Gewinn erzielt, obwohl er in keinem Mitgliedstaat steuerlich ansässig ist und keine Betriebsstätte hat;
  4. der Mitgliedstaat, in dem der betreffende Steuerpflichtige seine Tätigkeit ausübt, obwohl er nicht steuerlich ansässig ist und in keinem Mitgliedstaat eine Betriebsstätte hat.
Luxemburger Gesetzestext

(3) Aux fins du paragraphe 1er, le contribuable concerné a l’obligation de transmettre des informationsconcernant le dispositif transfrontière devant faire l’objet d’une déclaration à l’Administration des contributionsdirectes lorsque le Grand-Duché du Luxembourg est l’État membre qui occupe la première place dans laliste ci-après :

  1. l’État membre dans lequel le contribuable concerné est résident à des fins fiscales ;
  2. l’État membre dans lequel le contribuable concerné possède un établissement stable qui bénéficie dudispositif ;
  3. l’État membre dans lequel le contribuable concerné perçoit des revenus ou réalise des bénéfices, bienqu’il ne soit résident à des fins fiscales et ne possède d’établissement stable dans aucun État membre ;
  4. l’État membre dans lequel le contribuable concerné exerce une activité, bien qu’il ne soit résident à desfins fiscales et ne possède d’établissement stable dans aucun État membre.

(4) Besteht nach Absatz 3 eine Verpflichtung zur Abgabe mehrerer Erklärungen, so ist der betroffene Steuerpflichtige von der Übermittlung der Informationen befreit, wenn er nachweisen kann, dass die gleichen Informationen an einen anderen Mitgliedstaat übermittelt wurden.

Luxemburger Gesetzestext

(4) Lorsque, en application du paragraphe 3, il existe une obligation de déclaration multiple, le contribuableconcerné est dispensé de la transmission des informations s’il peut prouver que ces mêmes informationsont été transmises dans un autre État membre.

Artikel 5

(1) Gibt es mehr als einen Intermediär, so obliegt die Verpflichtung zur Übermittlung von Informationen über die grenzüberschreitende Meldevereinbarung allen Intermediären, die an derselben grenzüberschreitenden Meldevereinbarung teilnehmen.

Ein Vermittler ist von der Verpflichtung zur Übermittlung von Informationen nur insoweit befreit, als er nachweisen kann, dass die gleichen Informationen nach Artikel 10 bereits von einem anderen Vermittler übermittelt wurden.

Luxemburger Gesetzestext

Lorsqu’il existe plus d’un intermédiaire, l’obligation de transmettre des informations sur le dispositiftransfrontière devant faire l’objet d’une déclaration incombe à l’ensemble des intermédiaires participant à unmême dispositif transfrontière devant faire l’objet d’une déclaration.

Un intermédiaire n’est dispensé de l’obligation de transmettre des informations que dans la mesure où il peutprouver que ces mêmes informations, visées à l’article 10, ont déjà été transmises par un autre intermédiaire.

Artikel 6

(1) Wenn die Meldepflicht dem betreffenden Steuerpflichtigen obliegt und mehr als ein Steuerpflichtiger betroffen ist, ist der Steuerpflichtige, der die Informationen nach Artikel 4 Absatz 1 übermittelt, derjenige, der in der folgenden Liste an erster Stelle steht:

  1. der betroffene Steuerpflichtige, der die meldepflichtige grenzüberschreitende Gestaltung mit dem Vermittler vereinbart hat;
  2. der betreffende Steuerpflichtige, der die Umsetzung der Gestaltung verwaltet.

Ein betroffener Steuerpflichtiger ist von der Pflicht zur Übermittlung der Informationen nur insoweit befreit, als er nachweisen kann, dass die gleichen Informationen nach Artikel 10 bereits von einem anderen betroffenen Steuerpflichtigen übermittelt wurden.

Luxemburger Gesetzestext

Lorsque l’obligation de déclaration incombe au contribuable concerné et qu’il existe plusieurs contribuablesconcernés, celui d’entre eux qui transmet les informations conformément à l’article 4, paragraphe 1er, estcelui qui occupe la première place dans la liste ci-après :

  1. le contribuable concerné qui a arrêté avec l’intermédiaire le dispositif transfrontière devant faire l’objetd’une déclaration ;
  2. le contribuable concerné qui gère la mise en œuvre du dispositif.

Tout contribuable concerné n’est dispensé de l’obligation de transmettre les informations que dans la mesure où il peut prouver que ces mêmes informations, visées à l’article 10, ont déjà été transmises par un autrecontribuable concerné.

Artikel 7

Jeder betroffene Steuerpflichtige ist verpflichtet, in seiner jährlichen Einkommensteuererklärung die Verwendung der Gestaltung für jedes der Jahre, in denen er sie nutzt, zu erklären.

Luxemburger Gesetzestext

Chaque contribuable concerné est tenu de déclarer dans le cadre de sa déclaration annuelle pour l’impôtsur le revenu l’utilisation qu’il fait du dispositif pour chacune des années où il l’utilise.

Artikel 8

Die betroffenen Vermittler und Steuerpflichtigen sind verpflichtet, Informationen über grenzüberschreitende Gestaltungen vorzulegen, deren erster Schritt zwischen dem 25. Juni 2018 und dem 30. Juni 2020 umgesetzt wurde. Die im Sinne des ersten Satzes zu erteilenden Informationen sind die in Artikel 10 genannten. Die betroffenen Vermittler und Steuerpflichtigen müssen diese Informationen gegebenenfalls bis spätestens 31. August 2020 übermitteln.

Luxemburger Gesetzestext

Les intermédiaires et les contribuables concernés sont tenus de fournir des informations sur les dispositifstransfrontières devant faire l’objet d’une déclaration dont la première étape a été mise en œuvre entre le 25juin 2018 et le 30 juin 2020. Les informations à fournir au sens de la première phrase sont celles visées àl’article 10. Les intermédiaires et les contribuables concernés, le cas échéant, transmettent ces informationsau plus tard le 31 août 2020.

Artikel 9

Die ACD, der die Informationen nach den Artikeln 2 und 4 bis 8 übermittelt worden sind, übermittelt im Wege des automatischen Austauschs die Informationen nach Artikel 10 an die zuständigen Behörden aller anderen Mitgliedstaaten nach Maßgabe der gemäß Artikel 13 getroffenen praktischen Vorkehrungen.

Luxemburger Gesetzestext

L’Administration des contributions directes, à laquelle les informations ont été transmises conformément aux articles 2 et 4 à 8, communique, par voie d’un échange automatique, les informations visées à l’article10 aux autorités compétentes de tous les autres États membres, selon les modalités pratiques arrêtéesconformément à l’article 13.

Artikel 10

(1) Die Informationen, die der ACD zum Zwecke der Meldung zu übermitteln sind, umfassen soweit anwendbar folgende Elemente:

  1. die Angaben zu den Vermittlern und betreffenden Steuerpflichtigen, einschließlich ihres Namens, Geburtsdatums und -orts (bei natürlichen Personen), ihres steuerlichen Sitzes und ihrer Steueridentifikationsnummer. Wenn ein verbundenes Unternehmen des betreffenden Steuerpflichtigen an der grenzüberschreitenden Gestaltung teilnimmt, muss die Identifizierung auch den Namen, das Geburtsdatum und den Geburtsort (bei natürlichen Personen), den steuerlichen Sitz und die Steueridentifikationsnummer dieses verbundenen Unternehmens enthalten;
  2. Einzelheiten der im Anhang genannten Kennzeichen, nach denen die grenzüberschreitende Gestaltung gemeldet werden muss;
  3. eine Zusammenfassung des Inhalts der meldepflichtigen grenzüberschreitenden Gestaltung, einschließlich eines Verweises auf den Namen, unter dem sie gegebenenfalls allgemein bekannt ist, und eine Beschreibung der betreffenden Geschäftstätigkeiten oder -Gestaltungen, die in abstrakter Form dargestellt wird, ohne dass die Offenlegung von Handels-, Geschäfts-, Industrie- oder Berufsgeheimnissen, Geschäftsverfahren oder Informationen, deren Offenlegung gegen die öffentliche Ordnung verstoßen würde, erfolgt;
  4. das Datum, an dem der erste Schritt der Umsetzung der meldepflichtigen grenzüberschreitenden Gestaltung abgeschlossen ist oder abgeschlossen werden wird;
  5. Einzelheiten der Rechtsvorschriften der betreffenden Staaten, auf denen die meldepflichtige grenzüberschreitende Gestaltung beruht;
  6. den Wert der meldepflichtigen grenzüberschreitenden Gestaltung;
  7. die Identifizierung des Mitgliedstaates der betroffenen Steuerprlichtigen sowie jedes anderen Mitgliedstaates, der von der zu meldenden grenzüberschreitenden Gestaltung betroffen sein könnte;
  8. die Identifizierung jeder anderen Person, die von der zu meldenden grenzüberschreitenden Gestaltung betroffen sein könnte, unter Angabe der Mitgliedstaaten, mit denen diese Person in Verbindung steht.
Luxemburger Gesetzestext

(1) Les informations qui doivent être transmises à l’Administration des contributions directes aux fins de leurcommunication comprennent, le cas échéant, les éléments suivants :

  1. l’identification des intermédiaires et des contribuables concernés, y compris leur nom, leur date et lieu denaissance (pour les personnes physiques), leur résidence fiscale et leur numéro d’identification fiscale.
    Dans le cas où une entreprise associée au contribuable concerné participe au dispositif transfrontièredevant faire l’objet d’une déclaration, l’identification comprend également le nom, la date et le lieu denaissance (pour les personnes physiques), la résidence fiscale et le numéro d’identification fiscale de cetteentreprise associée ;
  2. des informations détaillées sur les marqueurs recensés à l’annexe selon lesquels le dispositif transfrontièredoit faire l’objet d’une déclaration ;
  3. un résumé du contenu du dispositif transfrontière devant faire l’objet d’une déclaration, y compris uneréférence à la dénomination par laquelle il est communément connu, le cas échéant, et une descriptiondes activités commerciales ou dispositifs pertinents, présentée de manière abstraite, sans donner lieu à ladivulgation d’un secret commercial, industriel ou professionnel, d’un procédé commercial ou d’informationsdont la divulgation serait contraire à l’ordre public ;
  4. la date à laquelle la première étape de la mise en œuvre du dispositif transfrontière devant faire l’objetd’une déclaration a été accomplie ou sera accomplie ;
  5. des informations détaillées sur les dispositions légales des États concernés sur lesquelles se fonde ledispositif transfrontière devant faire l’objet d’une déclaration ;
  6. la valeur du dispositif transfrontière devant faire l’objet d’une déclaration ;
  7. l’identification de l’État membre des contribuables concernés ainsi que de tout autre État membresusceptible d’être concerné par le dispositif transfrontière devant faire l’objet d’une déclaration ;
  8. l’identification de toute autre personne susceptible d’être concernée par le dispositif transfrontière devantfaire l’objet d’une déclaration en indiquant à quels États membres cette personne est liée.

(2) Die Form und die Verfahren für die Übermittlung der in Absatz 1 genannten Informationen werden durch großherzogliche Verordnung festgelegt.

Luxemburger Gesetzestext

(2) La forme et les modalités en matière de transmission des informations visées au paragraphe 1er sontdéterminées par règlement grand-ducal.

Artikel 11

Die Tatsache, dass die ACD auf eine Gestaltung, die erklärt werden muss, nicht reagiert, stellt keine Anerkennung der Gültigkeit oder der steuerlichen Behandlung der Gestaltung dar.

Luxemburger Gesetzestext

Le fait que l’Administration des contributions directes ne réagit pas face à un dispositif devant faire l’objetd’une déclaration ne vaut pas approbation de la validité ou du traitement fiscal de ce dispositif.

Artikel 12

Der automatische Informationsaustausch findet innerhalb eines Monats nach dem Ende des Quartals statt, in dem die Informationen übermittelt wurden. Die ersten Informationen werden bis spätestens 31. Oktober 2020 übermittelt.

Luxemburger Gesetzestext

L’échange automatique d’informations est effectué dans un délai d’un mois à compter de la fin du trimestre au cours duquel les informations ont été transmises. Les premières informations sont communiquées le 31octobre 2020 au plus tard.

Artikel 13

(1) Der automatische Informationsaustausch erfolgt unter Verwendung der Standardformulare, die gemäß dem Verfahren nach Artikel 26 Absatz 2 der Richtlinie 2011/16/EU des Rates vom 15. Februar 2011 über die Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden im Bereich der Besteuerung und zur Aufhebung der Richtlinie 77/799/EWG vorgesehen wurden.

Luxemburger Gesetzestext

(1) L’échange automatique d’informations est effectué à l’aide des formulaires types adoptés conformément à la procédure visée à l’article 26, paragraphe 2, de la directive 2011/16/UE du Conseil du 15 février 2011 relative à la coopération administrative dans le domaine fiscal et abrogeant la directive 77/799/CEE.

(2) Die nach den Artikeln 9 und 10 zu übermittelnden Informationen werden in einem sicheren Zentralspeicher gespeichert, der gemäß Artikel 21 Absatz 5 der Richtlinie 2011/16/EU entwickelt und bereitgestellt wird, um die Anforderungen des in diesen Artikeln vorgesehenen automatischen Austauschs zu erfüllen.

Luxemburger Gesetzestext

(2) Les informations qui doivent être communiquées dans le cadre des articles 9 et 10 sont enregistrées dansun répertoire central sécurisé mis au point et fourni conformément à l’article 21, paragraphe 5, de la directive2011/16/UE précitéeafin de satisfaire aux exigences de l’échange automatique prévu auxdits articles.

(3) Bevor dieser sichere Zentralspeicher in Betrieb genommen wird, erfolgt die Übermittlung von Informationen elektronisch und über das Gemeinsame Kommunikationsnetz (CCN) gemäß den geltenden praktischen Vorkehrungen.

Luxemburger Gesetzestext

(3) Avant que ce répertoire central sécurisé ne soit opérationnel, la communication des informations est effectuée par voie électronique et au moyen du réseau commun de communication (CCN), selon les modalités pratiques applicables.

Kapitel 3 Vertraulichkeit und Schutz personenbezogener Daten (Artikel 14)

Artikel 14

(1) Die Verarbeitung von Informationen über grenzüberschreitende Gestaltungen, die an andere Mitgliedstaaten übermittelt werden sollen oder von einem anderen Mitgliedstaat erhalten werden, erfolgt unter Gewährleistung eines sicheren, begrenzten und kontrollierten Zugangs.

Diese Informationen dürfen nur für die in diesem Gesetz und dem geänderten Gesetz vom 29. März 2013 über die Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden im Bereich der Besteuerung vorgesehenen Zwecke oder für die Anwendung des geänderten Gesetzes vom 18. Dezember 2015 über den Common Reporting Standard (CRDS) verwendet werden.

Luxemburger Gesetzestext

(1) Le traitement des informations relatives aux dispositifs transfrontières à communiquer aux autres Étatsmembres ou reçues de la part d’un autre État membre se fait sous garantie d’un accès sécurisé, limité etcontrôlé.

Ces informations ne peuvent être utilisées qu’aux fins prévues par la présente loi et par la loi modifiée du29 mars 2013 relative à la coopération administrative dans le domaine fiscal ou pour l’application de la loimodifiée du 18 décembre 2015 relative à la Norme commune de déclaration (NCD).

(2) Die ACD gilt für die von ihr durchgeführte Verarbeitung als der für die Datenverarbeitung Verantwortliche im Sinne der Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Allgemeine Datenschutzverordnung).

Luxemburger Gesetzestext

(2) L’Administration des contributions directes est considérée comme étant le responsable du traitement des données au sens du règlement (UE) 2016/679 du Parlement européen et du Conseil du 27 avril 2016 relatifà la protection des personnes physiques à l’égard du traitement des données à caractère personnel et à lalibre circulation de ces données, et abrogeant la directive 95/46/CE (règlement général sur la protection desdonnées), pour le traitement qu’elle met en œuvre.

(3) Die in Übereinstimmung mit diesem Gesetz verarbeiteten Informationen werden nicht länger als für die Zwecke dieses Gesetzes erforderlich und in jedem Fall in Übereinstimmung mit den für den für die Datenverarbeitung Verantwortlichen geltenden gesetzlichen Bestimmungen über die Verordnungsregelung aufbewahrt.

Luxemburger Gesetzestext

(3) Les informations traitées conformément à la présente loi ne sont pas conservées plus longtempsque nécessaire aux fins de la présente loi et, dans tous les cas, conformément aux dispositions légalesapplicables au responsable du traitement des données concernant le régime de prescription.

Kapitel 4 Sanktionen (Artikel 15)

Artikel 15

(1) Im Falle der Nichtübermittlung von Informationen, der verspäteten Übermittlung oder der Übermittlung unvollständiger oder unrichtiger Daten im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 oder Artikel 4 Absatz 2 oder im Falle der Nichteinhaltung der in Artikel 3 Absatz 2 genannten Verpflichtungen durch die in Artikel 3 Absatz 1 Unterabsatz 1 genannten Vermittler kann dem Vermittler oder betreffenden Steuerpflichtigen, der nach diesem Gesetz zur Übermittlung oder Mitteilung an das Großherzogtum Luxemburg verpflichtet ist, eine Geldbuße von bis zu 250.000 Euro auferlegt werden.

Luxemburger Gesetzestext

(1) En cas de défaut de transmission des informations, de transmission tardive ou de transmission dedonnées incomplètes ou inexactes au sens de l’article 2, paragraphe 1er ou de l’article 4, paragraphe 2, ou encas d’inobservation par les intermédiaires visés à l’article 3, paragraphe 1er, alinéa 1er, des obligations viséesà l’article 3, paragraphe 2, l’intermédiaire ou le contribuable concerné ayant une obligation de transmissionou de notification au Grand-Duché de Luxembourg en vertu de la présente loi peut encourir une amended’un maximum de 250 000 euros.

(2) Diese Geldbuße wird vom Quellensteueramt für Zinsen (bureau de la retenue d’impôt sur les intérêts) festgesetzt.

Luxemburger Gesetzestext

(2) Cette amende est fixée par le bureau de la retenue d’impôt sur les intérêts.

(3) Gegen diese Entscheidung steht dem Vermittler oder dem betroffenen Steuerpflichtigen vor dem Verwaltungsgericht eine Klage auf Erteilung einer Entscheidung offen.

Luxemburger Gesetzestext

(3) Contre cette décision, un recours en réformation est ouvert devant le tribunal administratif à l’intermédiaireou au contribuable concerné.

Kapitel 5 Überprüfungsverfahren (Artikel 16 bis 17)

Artikel 16

(1) Die ACD überwacht die Einhaltung der in diesem Gesetz genannten Meldepflichten durch die Vermittler und betroffenen Steuerpflichtigen. Sie prüft, ob die Vermittler und betreffenden Steuerzahler keine Praktiken anwenden, die auf die Umgehung der Informationsübermittlung abzielen.

Luxemburger Gesetzestext

(1) L’Administration des contributions directes contrôle le respect des obligations de transmission par les intermédiaires et contribuables concernés visés par la présente loi. Elle vérifie si les intermédiaires etcontribuables concernés n’adoptent pas de pratiques ayant pour but de contourner la communicationd’informations.

(2) Die ACD hat dieselben Ermittlungsbefugnisse wie im Rahmen von Besteuerungsverfahren, die auf die Festsetzung oder Kontrolle von Steuern, Zöllen und Gebühren abzielen, mit allen darin vorgesehenen Verfahrensgarantien.

Luxemburger Gesetzestext

(2) L’Administration des contributions directes dispose des mêmes pouvoirs d’investigation que ceux mis en œuvre dans le cadre des procédures d’imposition tendant à la fixation ou au contrôle des impôts, droits ettaxes, avec toutes les garanties y prévues.

Artikel 17

(1) In allen Fällen, in denen dieses Gesetz nichts anderes vorsieht, gelten für die automatische Übermittlung von Informationen die Bestimmungen des geänderten Steueranpassungsgesetzes vom 16. Oktober 1934 und des geänderten allgemeinen Steuergesetzes vom 22. Mai 1931.

Luxemburger Gesetzestext

Dans tous les cas où la présente loi n’en dispose autrement, les dispositions de la loi modifiée d’adaptationfiscale du 16 octobre 1934 et de la loi générale des impôts modifiée du 22 mai 1931 s’appliquent à lacommunication automatique d’informations.

Kapitel 6 Inkrafttreten (Artikel 18)

Artikel 18

Dieses Gesetz tritt am 1. Juli 2020 in Kraft.

Es wird festgelegt und angeordnet, dieses Gesetz in das Amtsblatt des Großherzogtums Luxemburg aufzunehmen, damit es von allen Betroffenen ausgeführt und eingehalten wird.

Luxemburger Gesetzestext

La présente loi entre en vigueur le 1er juillet 2020.

Mandons et ordonnons que la présente loi soit insérée au Journal officiel du Grand-Duché de Luxembourg pour être exécutée et observée par tous ceux que la chose concerne.

Anhang Kennzeichen

Teil I. Test des Hauptnutzens

Allgemeine Kennzeichen der Kategorie A und spezifische Kennzeichen der Kategorie B und der Kategorie C(1)(b)(i), (c) und (d) können nur berücksichtigt werden, wenn sie das "primäre Vorteilskriterium" erfüllen.

Dieses Kriterium ist erfüllt, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Hauptvorteil oder einer der Hauptvorteile, den eine Person vernünftigerweise erwarten kann, unter Berücksichtigung aller relevanten Tatsachen und Umstände aus einer Vereinbarung zu ziehen, die Erlangung eines Steuervorteils innerhalb oder außerhalb des Gebiets der Europäischen Union ist.

Im Falle eines Kennzeichens, der in die Kategorie C(1) fällt, kann das Vorliegen der in Kategorie C(1)(b)(i), (c) oder (d) festgelegten Bedingungen für sich allein keinen Grund für die Schlussfolgerung darstellen, dass ein Gerät das Kriterium des primären Vorteils erfüllt.

Luxemburger Gesetzestext

Partie I. Critère de l’avantage principal

Les marqueurs généraux relevant de la catégorie A et les marqueurs spécifiques relevant de la catégorie Bainsi que de la catégorie C, paragraphe 1, lettres b) i), c) et d), ne peuvent être pris en compte que lorsqu’ilsremplissent le « critère de l’avantage principal ».

Ce critère sera rempli s’il peut être établi que l’avantage principal ou l’un des avantages principaux qu’unepersonne peut raisonnablement s’attendre à retirer d’un dispositif, compte tenu de l’ensemble des faits etcirconstances pertinents, est l’obtention d’un avantage fiscal sur le territoire de l’Union européenne ou endehors de ce territoire.

Dans le cas d’un marqueur relevant de la catégorie C, paragraphe 1, la présence des conditions prévuesdans la catégorie C, paragraphe 1, lettre b) sous i), lettre c) ou d), ne peut à elle seule constituer une raisonde conclure qu’un dispositif remplit le critère de l’avantage principal.

Teil II. Kennzeichen-Kategorien

A. Allgemeine Kennzeichen im Zusammenhang mit dem Hauptnutzen-Test

1. Eine Regelung, bei der sich der betreffende Steuerzahler oder ein Teilnehmer an der Regelung zur Einhaltung einer Vertraulichkeitsklausel verpflichtet, nach der er aufgefordert werden kann, anderen Vermittlern oder den Steuerbehörden gegenüber nicht offenzulegen, wie die Regelung einen Steuervorteil verschaffen könnte.

2. Ein Schema, bei dem der Vermittler berechtigt ist, eine Gebühr (oder Zinsen, eine Vergütung zur Finanzierung von Kosten und anderen Gebühren) für das Schema zu erheben, und diese Gebühr wird durch Bezugnahme festgelegt:

  1. die Höhe des Steuervorteils, der sich aus der Vereinbarung ergibt; oder
  2. die Tatsache, dass sich aus der Regelung tatsächlich ein Steuervorteil ergibt. Dies würde eine Verpflichtung des Vermittlers zur teilweisen oder vollständigen Rückerstattung der Gebühren beinhalten, wenn der erwartete Steuervorteil aus der Regelung nicht oder nur teilweise erzielt wurde.

3. Ein Schema, dessen Dokumentation und/oder Struktur weitgehend standardisiert ist und das mehr als einem betroffenen Steuerzahler zur Verfügung steht, ohne dass es für die Umsetzung wesentlich angepasst werden muss.

Luxemburger Gesetzestext

A. Marqueurs généraux liés au critère de l’avantage principal

1. Un dispositif où le contribuable concerné ou un participant au dispositif s’engage à respecterune clause de confidentialité selon laquelle il peut lui être demandé de ne pas divulguer à d’autresintermédiaires ou aux autorités fiscales comment le dispositif pourrait procurer un avantage fiscal.

2. Un dispositif où l’intermédiaire est en droit de percevoir des honoraires (ou intérêts, rémunérationpour financer les coûts et autres frais) pour le dispositif et ces honoraires sont fixés par référence :

  1. au montant de l’avantage fiscal découlant du dispositif ; ou
  2. au fait qu’un avantage fiscal découle effectivement du dispositif. Cela inclurait une obligationpour l’intermédiaire de rembourser partiellement ou entièrement les honoraires si l’avantage fiscalescompté découlant du dispositif n’a pas été complètement ou partiellement généré.

3. Un dispositif dont la documentation et/ou la structure sont en grande partie normalisées et qui est àla disposition de plus d’un contribuable concerné sans avoir besoin d’être adapté de façon importantepour être mis en œuvre.

B. Spezifische Kennzeichen im Zusammenhang mit dem Hauptnutzen-Test

1. Eine Regelung, bei der ein Teilnehmer an der Regelung künstlich Schritte unternimmt, um ein mit Verlust arbeitendes Unternehmen zu erwerben, das Hauptgeschäft dieses Unternehmens zu beenden und die Verluste dieses Unternehmens zur Verringerung seiner Steuerlast zu nutzen, auch durch Übertragung dieser Verluste in eine andere Gerichtsbarkeit oder durch beschleunigte Nutzung dieser Verluste.

2. Eine Regelung, die die Umwandlung von Einkommen in Kapital, Schenkungen oder andere Kategorien von Einkommen bewirkt, die niedriger oder nicht besteuert werden.

3. Eine Vorrichtung, die zirkuläre Transaktionen umfasst, die zu einem "Karussell" von Geldern führen, d.h. durch zwischengeschaltete Einheiten ohne primäre kommerzielle Funktion oder Transaktionen, die sich gegenseitig aufheben oder aufheben oder andere ähnliche Merkmale aufweisen.

Luxemburger Gesetzestext

B. Marqueurs spécifiques liés au critère de l’avantage principal

1. Un dispositif dans lequel un participant au dispositif prend artificiellement des mesures quiconsistent à acquérir une société réalisant des pertes, à mettre fin à l’activité principale de cette sociétéet à utiliser les pertes de celle-ci pour réduire sa charge fiscale, y compris par le transfert de ces pertesà une autre juridiction ou par l’accélération de l’utilisation de ces pertes.

2. Un dispositif qui a pour effet de convertir des revenus en capital, en dons ou en d’autres catégoriesde recettes qui sont taxées à un niveau inférieur ou ne sont pas taxées.

3. Un dispositif qui inclut des transactions circulaires ayant pour résultat un « carrousel » de fonds,à savoir au moyen d’entités interposées sans fonction commerciale primaire ou d’opérations qui secompensent ou s’annulent mutuellement ou qui ont d’autres caractéristiques similaires.

C. Spezifische Kennzeichen in Bezug auf grenzüberschreitende Transaktionen

1. Eine Regelung, die den Abzug von grenzüberschreitenden Zahlungen zwischen zwei oder mehreren verbundenen Unternehmen vorsieht, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:

  1. Der Empfänger ist für Steuerzwecke nicht in einem Steuergebiet ansässig;
  2. Der Empfänger ist zwar für Steuerzwecke in einem Steuergebiet ansässig, aber dieses Steuergebiet:
    1. erhebt keine Körperschaftssteuer oder eine Körperschaftssteuer zum oder nahe dem Nullsatz; oder
    2. steht auf einer Liste von Drittstaaten-Rechtsordnungen, die von den Mitgliedstaaten gemeinsam oder innerhalb der OECD als nicht kooperativ bewertet wurden;
  3. die Zahlung ist in dem Steuergebiet, in dem der Empfänger steuerlich ansässig ist, vollständig von der Steuer befreit;
  4. die Zahlung wird in dem Steuergebiet, in dem der Empfänger steuerlich ansässig ist, steuerlich bevorzugt behandelt.

2. Abzüge für die gleiche Abschreibung eines Vermögenswertes werden in mehr als einer Gerichtsbarkeit geltend gemacht.

3. Doppelte Steuererleichterungen für dasselbe Einkommen oder Kapital werden in mehr als einer Gerichtsbarkeit in Anspruch genommen.

4. Es gibt eine Vereinbarung, die Übertragungen von Vermögenswerten einschließt, wenn es einen erheblichen Unterschied in der Höhe des Betrags gibt, der in Bezug auf die Vermögenswerte in den betreffenden Rechtsordnungen als zahlbar betrachtet wird.

Luxemburger Gesetzestext

C. Marqueurs spécifiques liés aux opérations transfrontières

1. Un dispositif qui prévoit la déduction des paiements transfrontières effectués entre deux ou plusieurs entreprises associées lorsque l’une au moins des conditions suivantes est remplie:

  1. le bénéficiaire ne réside à des fins fiscales dans aucune juridiction fiscale;
  2. même si le bénéficiaire réside à des fins fiscales dans une juridiction, cette juridiction:
    1. ne lève pas d’impôt sur les sociétés ou lève un impôt sur les sociétés à taux zéro ou presque nul; ou
    2. figure sur une liste de juridictions de pays tiers qui ont été évaluées par les États membres collectivement ou dans le cadre de l’OCDE comme étant non coopératives;
  3. le paiement bénéficie d’une exonération fiscale totale dans la juridiction où le bénéficiaire réside à des fins fiscales;
  4. le paiement bénéficie d’un régime fiscal préférentiel dans la juridiction où le bénéficiaire réside à des fins fiscales.

2. Des déductions pour le même amortissement d’un actif sont demandées dans plus d’une juridiction.

3. Un allègement au titre de la double imposition pour le même élément de revenu ou de capital est demandé dans plusieurs juridictions.

4. Il existe un dispositif qui inclut des transferts d’actifs et où il y a une différence importante dans le montant considéré comme étant payable en contrepartie des actifs dans ces juridictions concernées.

D. Spezifische Kennzeichnungen bezüglich des automatischen Austauschs von Informationen und wirtschaftlichen Eigentümern

1. Jede Vereinbarung, die die Wirkung haben könnte, die Berichtspflicht nach dem Gesetz zur Umsetzung des Unionsrechts oder einer gleichwertigen Vereinbarung über den automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten, einschließlich Vereinbarungen mit Drittländern, zu beeinträchtigen, oder die das Fehlen solcher Vereinbarungen oder Abkommen ausnutzt. Solche Vereinbarungen müssen mindestens Folgendes umfassen:

  1. die Verwendung eines Kontos, eines Produkts oder einer Investition, das bzw. die kein Finanzkonto ist oder sein soll, aber Merkmale aufweist, die denen eines Finanzkontos im Wesentlichen ähnlich sind;
  2. die Übertragung von Finanzkonten oder finanziellen Vermögenswerten in oder aus Gerichtsbarkeiten, die nicht an den automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten mit dem Wohnsitzstaat des betreffenden Steuerzahlers gebunden sind;
  3. die Neuklassifizierung von Einkommen und Kapital als Einkommen oder Zahlungen, die nicht dem automatischen Informationsaustausch über die Finanzkonten unterliegen;
  4. die Übertragung oder Umwandlung eines Finanzinstituts, eines Finanzkontos oder von darin befindlichen Vermögenswerten in ein Finanzinstitut, ein Finanzkonto oder Vermögenswerte, die im Rahmen des automatischen Austauschs von Finanzkontoinformationen nicht meldepflichtig sind;
  5. die Verwendung von Einrichtungen, Vereinbarungen oder Rechtsstrukturen, die die Meldung eines oder mehrerer Kontoinhaber oder kontrollierender Personen im Rahmen des automatischen Austauschs von Finanzkonteninformationen unterdrücken oder vorgeben, dies zu tun;
  6. Vorkehrungen, die die Unzulänglichkeiten der Due-Diligence-Verfahren untergraben oder ausnutzen, die von Finanzinstitutionen zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen zur Meldung von Finanzkonteninformationen eingesetzt werden, einschließlich der Nutzung von Rechtsordnungen mit unangemessener oder unzureichender Durchsetzung von Anti-Geldwäsche-Gesetzen oder mit unzureichenden Transparenzanforderungen in Bezug auf juristische Personen oder Rechtsvereinbarungen.

2. Eine Vereinbarung, die eine formale oder effektive Eigentumskette beinhaltet, die durch die Verwendung von Personen, Rechtsvereinbarungen oder Strukturen nicht transparent ist:

  1. die keine wesentliche wirtschaftliche Tätigkeit ausüben, die durch angemessene Personalausstattung, Ausrüstung, Ressourcen und Räumlichkeiten unterstützt wird; und
  2. die in einer anderen Rechtsordnung als der des Wohnsitzes eines oder mehrerer wirtschaftlicher Eigentümer der von diesen Personen, Rechtsvereinbarungen oder Strukturen gehaltenen Vermögenswerte gegründet, verwaltet, kontrolliert oder niedergelassen sind oder ihren Wohnsitz haben; und
  3. wenn die wirtschaftlichen Eigentümer solcher Personen, Rechtsvereinbarungen oder Strukturen im Sinne des geänderten Gesetzes vom 12. November 2004 über die Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung nicht mehr ermittelt werden können.
Luxemburger Gesetzestext

D. Marqueurs spécifiques concernant l’échange automatique d’informations et les bénéficiaireseffectifs

1. Un dispositif susceptible d’avoir pour effet de porter atteinte à l’obligation de déclaration en vertu du droit mettant en œuvre la législation de l’Union ou tout accord équivalent concernant l’échange automatique d’informations sur les comptes financiers, y compris des accords avec des pays tiers, ou qui tire parti de l’absence de telles dispositions ou de tels accords. De tels dispositifs incluent au moins ce qui suit :

  1. l’utilisation d’un compte, d’un produit ou d’un investissement qui n’est pas ou dont l’objectif est de ne pas être un compte financier, mais qui possède des caractéristiques substantiellement similaires à celles d’un compte financier;
  2. le transfert de comptes ou d’actifs financiers vers des juridictions qui ne sont pas liées par l’échange automatique d’informations sur les comptes financiers avec l’État de résidence du contribuable concerné, ou le recours à de telles juridictions;
  3. la requalification de revenus et de capitaux en produits ou en paiements qui ne sont pas soumis à l’échange automatique d’informations sur les comptes financiers;
  4. le transfert ou la conversion d’une institution financière, d’un compte financier ou des actifs qui s’y trouvent en institution financière, en compte financier ou en actifs qui ne sont pas à déclarer en vertu de l’échange automatique d’informations sur les comptes financiers;
  5. le recours à des entités, constructions ou structures juridiques qui suppriment ou visent à supprimer la déclaration d’un ou plusieurs titulaires de compte ou personnes détenant le contrôle dans le cadre de l’échange automatique d’informations sur les comptes financiers;
  6. les dispositifs qui portent atteinte aux procédures de diligence raisonnable utilisées par les institutions financières pour se conformer à leurs obligations de déclarer des informations sur les comptes financiers, ou qui exploitent les insuffisances de ces procédures, y compris le recours à des juridictions appliquant de manière inadéquate ou insuffisante la législation relative à la lutte contre le blanchiment de capitaux, ou ayant des exigences insuffisantes en matière de transparence en ce qui concerne les personnes morales ou les constructions juridiques.

2. Un dispositif faisant intervenir une chaîne de propriété formelle ou effective non transparente par le recours à des personnes, des constructions juridiques ou des structures:

  1. qui n’exercent pas une activité économique substantielle s’appuyant sur des effectifs, des équipements, des ressources et des locaux suffisants; et
  2. qui sont constituées, gérées, contrôlées ou établies ou qui résident dans toute juridiction autre que la juridiction de résidence de l’un ou plusieurs des bénéficiaires effectifs des actifs détenus par ces personnes, constructions juridiques ou structures; et
  3. lorsque les bénéficiaires effectifs de ces personnes, constructions juridiques ou structures, au sens de la loi modifiée du 12 novembre 2004 relative à la lutte contre le blanchiment et contre le financement du terrorisme, sont rendus impossibles à identifier.

E. Spezifische Verrechnungspreis Kennzeichen

1. Eine Vereinbarung, die die Anwendung einseitiger Schutzregelungen vorsieht.

2. Eine Vereinbarung, die die Übertragung von schwer zu bewertenden immateriellen Vermögenswerten vorsieht. Der Begriff "schwer zu bewertende immaterielle Vermögenswerte" schließt immaterielle Vermögenswerte oder Rechte an immateriellen Vermögenswerten ein, bei denen zum Zeitpunkt der Übertragung zwischen den Teilhabern

  1. keine zuverlässige Vergleichsbasis besteht; und
  2. zum Zeitpunkt des Abschlusses der Transaktion die Prognosen der zukünftig erwarteten Cashflows oder Einnahmen aus dem übertragenen immateriellen Vermögenswert oder die Annahmen, die zur Bewertung dieses immateriellen Vermögenswertes verwendet werden, höchst unsicher sind, und es ist daher schwierig ist, das Ausmaß vorherzusagen, in dem der immaterielle Vermögenswert zum Zeitpunkt der Übertragung letztendlich erfolgreich sein wird.

3. Eine Regelung, die eine grenzüberschreitende Übertragung von Funktionen und/oder Risiken und/oder Vermögenswerten innerhalb der Gruppe beinhaltet, wenn der erwartete Jahresgewinn vor Zinsen und Steuern des/der Übertragenden innerhalb von drei Jahren nach der Übertragung weniger als 50 % des erwarteten Jahresgewinns vor Zinsen und Steuern des/der Übertragenden beträgt, wenn die Übertragung nicht stattgefunden hätte.

Luxemburger Gesetzestext

E. Marqueurs spécifiques concernant les prix de transfert

1. Un dispositif qui prévoit l’utilisation de régimes de protection unilatéraux.

2. Un dispositif prévoyant le transfert d’actifs incorporels difficiles à évaluer. Le terme d’« actifs incorporels difficiles » à évaluer englobe des actifs incorporels ou des droits sur des actifs incorporels pour lesquels, au moment de leur transfert entre des entreprises associées:

  1. il n’existe pas d’éléments de comparaison fiables; et
  2. au moment où l’opération a été conclue, les projections concernant les futurs flux de trésorerie ou revenus attendus de l’actif incorporel transféré, ou les hypothèses utilisées pour évaluer cet actif incorporel sont hautement incertaines, et il est donc difficile de prévoir dans quelle mesure l’actif incorporel débouchera finalement sur un succès au moment du transfert.

3. Un dispositif mettant en jeu un transfert transfrontière de fonctions et/ou de risques et/ou d’actifs au sein du groupe, si le bénéfice avant intérêts et impôts annuel prévu, dans les trois ans suivant le transfert, du ou des cédants, est inférieur à 50 % du bénéfice avant intérêts et impôts annuel prévu de ce cédant ou de ces cédants si le transfert n’avait pas été effectué.